Eine literarische Achterbahnfahrt


Talent zum Glück“von Sasa Hanten ist ein Roman, der mich vor allem durch seine ungewöhnlichen Figuren und seine ganz eigene Sprache beeindruckt hat.

Eby Tusch wächst in einer Schaustellerfamilie auf und lebt zwischen Wien, Köln, dem Prater und dem Familienunternehmen. Gleichzeitig wird sein Leben von der Demenz seines Vaters und dem Verlust seiner großen Liebe Georg geprägt.


Charlotte Maybach kommt aus einer ganz anderen Welt. In ihrem konservativen großbürgerlichen Elternhaus wird von ihr erwartet, sich anzupassen und die vorgegebene Rolle zu erfüllen. Sie ist neugierig, kreativ und voller Tatendrang und doch lange gefangen in den Erwartungen ihrer Familie. Die Begegnung mit Eby verändert etwas in ihr.


Ich mochte besonders, dass beide Figuren nicht einfach in Schubladen passen. Sie sind eigenwillig, widersprüchlich und manchmal auch etwas sperrig. Gerade das macht sie interessant.


Und dann ist da diese Sprache: bildhaft, dicht, manchmal überschäumend und voller besonderer Dialoge. Sasa Hanten gibt ihren Figuren ganz eigene Stimmen und erschafft damit eine Welt, die gleichzeitig opulent und manchmal erstaunlich zart wirkt.


„Talent zum Glück“ ist für mich ein Roman über Liebe, Verlust, Herkunft und die Suche nach einem Leben, das wirklich zu einem selbst passt. Nicht immer leicht zu lesen, aber gerade deshalb ein Buch, das mich beschäftigt hat und noch eine Weile nachwirken wird.


Eine literarische Achterbahnfahrt - eigenwillig, sprachgewaltig und voller besonderer Momente.

Sehr empfehlenswert! 


Die Lektüre hat 496 Seiten und ist 2026 im Blessing Verlag der Penguin Random House Gruppe erschienen. 


www.penguin.de/sasa-hanten/talent-zum-glueck/buch

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